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Veranstaltungen

Jubiläumsprojekt

Produktive Bildstörung. Sigmar Polke und aktuelle künstlerische Positionen
Jubiläumsausstellung der Anna Polke-Stiftung und der Kunsthalle Düsseldorf 
13.11.2021 – 6.2.2022

Fake News durch Bildmanipulation (trotz HD-Auflösung), Virtual Reality, ein unendlicher Bilderkosmos aus sich immer weiter verbreitenden JPEGs und GIFs: Längst leben wir mit dem Bewusstsein, dass wir unseren Augen nicht trauen können und dass Bilder, ob manuell oder technisch hergestellt, die Realität weniger abbilden als sie vielmehr mitgestalten – Übertragungsfehler, Qualitätsverluste, Hacks und andere Störungen inbegriffen. Als Sigmar Polke Anfang der 1960er Jahre an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, richtete sich sein Interesse schnell auf die massenmedial verbreiteten Bilder seiner Zeit. Das Übertragen und Stören, das Transformieren und Umcodieren dieser Bilder, inklusive der dabei entstehenden oder enttarnten Bild-Fehler, wurde in seinen Rasterbildern zum Motiv und frühen Markenzeichen. 

Zum 80. Geburtstag von Sigmar Polke realisiert die Anna Polke-Stiftung gemeinsam mit der Kunsthalle Düsseldorf ein AUSSTELLUNGSPROJEKT, das unter dem Thema Produktive Bildstörung Werke von Sigmar Polke aktuellen künstlerischen Positionen gegenüberstellt. 

Angelehnt an die aktuelle Forschung, die Sigmar Polke als universalen Zeitgenossen und postmodernen Künstler-Künstler begreift, der sich an unterschiedlichsten Bild- und Zeit-Kontexten bedient, schärft die Ausstellung erstmals den Blick für ein spezifisches Vorgehen, das Polkes Gesamtwerk charakterisiert. Polkes Technik, sein Umgang mit unterschiedlichen Medien, Kontexten und Materialien, setzt auf das Potential des vermeintlich Fehlerhaften, Verschwommenen und Veränderbaren. Seine Werke spielen mit der Lust an der Täuschung durch Bilder und hinterfragen dabei auf unterschiedliche Weise und in verschiedenen Medien die Wirkmacht von (manipulierten) Bildern. Diese produktive Störung der Bilder stellt auch für eine gegenwärtige Künstler*innengeneration eine zentrale Strategie dar. Die ausgewählten Arbeiten zeitgenössischer internationaler Künstler*innen zeigen neue Techniken und Methoden, die die Bildstörung auch heute als produktiven Ausgangspunkt kreativen Schaffens herausstellen, um kulturelle und politische Fragen zu verhandeln. 

Beteiligte Künstler*innen: Kerstin Brätsch, Phoebe Collings-James, Raphael Hefti, Camille Henrot, Trevor Paglen, Sigmar Polke, Seth Price, Max Schulze, Avery Singer. 

Die Ausstellung wird kuratiert von Kathrin Barutzki und Nelly Gawellek (beide Anna Polke-Stiftung) mit Gregor Jansen (Kunsthalle Düsseldorf). 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (dt./eng.) mit künstlerischen und kunstwissenschaftlichen Beiträgen.

Im Rahmen der Ausstellung Produktive Bildstörung in der Kunsthalle Düsseldorf initiiert und organisiert die Anna Polke-Stiftung ein internationales FESTIVAL, das vom 25.11.bis 27.11.2021 an der Kunstakademie Düsseldorf stattfindet. Akteur*innen unterschiedlicher Disziplinen knüpfen an die Themen der Ausstellung an und diskutieren in theoretischen und künstlerischen Beiträgen Entstehungszusammenhänge, Wahrnehmungsbedingungen  und Erscheinungsformen des Phänomens sowie das produktive Potential der Bildstörung – damals und heute.

Das Jubiläumsprojekt steht unter der Schirmherrschaft von Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. 

Gefördert durch:


Polke Salon

Der POLKE SALON als Ort des Austauschs nimmt sich Sigmar Polkes Arbeit und Denken als Künstler zum Vorbild, seine Neugierde im Finden und Zusammenbringen und das freie Assoziieren in Bildern. Wir laden Sie herzlich in die Anna Polke Stiftung ein, in der an den folgenden Terminen ausgewählte Gesprächspartner*innen in den Dialog über und mit dem Werk Polkes treten. Treffen Sie dabei auf Wissenschaftler*innen, Galerist*innen, Zeitzeug*innen und Freigeister. Freuen Sie sich auf persönliche Begegnungen, neue Erkenntnisse und gemeinsame Gespräche bei Wein und Snacks.

Hier findet sich der Flyer mit dem Jahresprogramm 2021.

4.2.2021
„Leicht kann jeder“. Mike Karstens (Grafiker und Galerist) und Anna Polke (Stifterin und Schauspielerin) im Gespräch mit Christian Spies (Universität zu Köln) über die Entstehung von Grafik und Malerei bei Sigmar Polke.
> Aufzeichnung hier ansehen:

FOLGENDE VERANSTALTUNGEN

29.4.2021 
„Lose Verbindungen“. Michael Oppitz (Ethnologe) im Gespräch mit Dietmar Rübel (Kunsthistoriker) über Kunst und Ethnologie bei, mit, um Sigmar Polke.

10.6.2021
„Cher Maître“. Bice Curiger (Kunstwissenschaftlerin und künstlerische Direktorin der Fondation Vincent van Gogh in Arles) spricht mit Julie Sissia (Stipendiatin der Anna Polke-Stiftung 2019) über Sigmar Polke und Frankreich.

16.9.2021 
„Doo Doo Doo Doo Doo“. Petra Lange-Berndt (Kunsthistorikerin, Hamburg) im Gespräch mit Alex Sainsbury (Gründer und Direktor Raven Row, London) über Sigmar Polke, Psychedelia und Großbritannien.

Die Veranstaltung beginnt jeweils um 19:00 Uhr.
Eine Anmeldung an mail@anna-polke-stiftung.com ist obligatorisch. Die Veranstaltungen finden unter den jeweils gültigen Regeln zum Infektionsschutzgesetz statt, Details folgen in der Anmeldebestätigung.

Auf Grundlage der gültigen Corona-Schutzverordnung wird entschieden, ob auch die nächste Veranstaltung der Gesprächsreihe ohne Publikum stattfinden wird. In jedem Fall können Sie aber an dem Gesprächsabend teilhaben, denn dieser und die folgenden Termine des POLKE SALON werden aufgezeichnet und im Anschluss auf unserer Website veröffentlicht. Hier werden wir Sie ebenfalls kurzfristig über die Möglichkeit informieren, ob die Veranstaltungen öffentlich stattfinden können.

Eine Gesprächsreihe der Anna Polke-Stiftung mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln, Prof. Dr. Christian Spies.

Gefördert durch: