Sigmar Polke

Sigmar Polkes umfangreiches Werk umfasst Malerei, Arbeiten auf Papier, Fotografie, Film, Objekte und Grafik. Sein unkonventioneller und experimenteller Umgang mit unterschiedlichen Medien und Materialien sowie seine reichen Bildwelten machten ihn zu einem der einflussreichsten deutschen Nachkriegskünstler, dessen Werk Künstler:innen bis heute inspiriert. 

Sigmar Polke, Kabinett für aktuelle Kunst, Bremerhaven, 1970, Foto: Jürgen Wesseler

„Ich kann doch nicht malen … Ich kann nur in Bildern leben. Das Malen, das geht automatisch.“

Sigmar Polke, zitiert nach „Kunstnachrichten. Zeitschrift für internationale Kunst“, 1976

Sigmar Polke wurde am 13.2.1941 in Oels (Schlesien) geboren. Während des Zweiten Weltkriegs floh die Familie nach Thüringen und ließ sich 1953 in Düsseldorf nieder. Hier absolvierte Sigmar Polke eine Glasmalerlehre und studierte anschließend von 1961–67 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Otto Götz und Gerhard Hoehme. Schon zu Studienzeiten organisierte er zusammen mit seinen Kommilitonen Manfred Kuttner, Konrad Lueg und Gerhard Richter Ausstellungen und Aktionen. Erste Gruppen- und Einzelausstellungen in Galerien und Institutionen in Düsseldorf, Köln, Berlin, Hannover u.a. folgten, ebenso eine Professur an der HFBK Hamburg (1970/71). Die 1970er Jahre waren geprägt von einem regen Austausch mit anderen Künstler:innen und Kulturschaffenden auf dem eigenen Gaspelshof in Willich und in der Schweiz sowie Reisen ins Ausland (Afghanistan/Pakistan, New York) und erste internationale Ausstellungen (Biennale São Paulo, 1975). Eine erste retrospektive Ausstellung seines Werks wurde 1976 in Tübingen, Düsseldorf und Eindhoven gezeigt. 1978 zog Sigmar Polke nach Köln, wo er bis zu seinem Tod am 10.6.2010 lebte und arbeitete.

Eine Chronologie Sigmar Polkes (Auswahl):

1960er

1970er

1980er

1990er

2000er